Große Beteiligung am Zukunftsfest

Am Stand von „Demokratie leben!“ kommen Besucherinnen und Besucher beim Zukunftsfest miteinander ins Gespräch. Diverse Menschen stehen um unseren Stand

Am Donnerstag, den 14. Mai 2026, fand in der bigBOX ALLGÄU das „Zukunftsfest“ statt. Veranstaltet wurde das Festival vom Zukunftsbündnis Allgäu gemeinsam mit der Gemeinwohl Gesellschaft e.V. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Politik, Zivilgesellschaft und Stadtgesellschaft nutzten die Gelegenheit, um sich über Zukunftsfragen, Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe auszutauschen.

Auch „Demokratie leben!“ war mit einem interaktiven Stand vor Ort vertreten. Ziel war es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und einen niedrigschwelligen und respektvollen Austausch über politische und gesellschaftliche Themen anzuregen.

Mehrere Kinder stehen am Mitmachstand von „Demokratie leben!“ beim Zukunftsfest. Sie lesen die Aussagen auf den Abstimmungstafeln und werfen bunte Filzbälle in die Röhren, um ihre Meinung abzugeben.
Auch junge Besucherinnen und Besucher beteiligten sich an der Abstimmung gemeinsam mit DL-Teamerin Katharina Zöttl. Foto: @Silvan Hecht

Eine der beiden Mitmach-Stationen orientierte sich an politischen Thesen, ähnlich denen des Wahl-O-Mat. Anders als beim klassischen Format konnten die Besucherinnen und Besucher jedoch nicht nur zustimmen oder ablehnen, sondern ihre Reaktionen emotional einordnen. Die Antwortmöglichkeiten reichten von „Hilfe, das macht mir Angst!“ über „Buh, das ärgert mich!“ und „Yeah, das freut mich!“ bis hin zu „Hm, das macht mich traurig!“ oder „Hä, das überrascht mich!“. Dadurch entstanden viele Gespräche über politische Wahrnehmung, gesellschaftliche Debattenkultur und die zunehmende Emotionalisierung politischer Diskussionen. Die Station zeigt eindrucksvoll, wie Menschen gerade auch politische Forderungen oft emotional aufnehmen und einordnen.

Abstimmungsstation von „Demokratie leben!“ beim Zukunftsfest. Vier Plakate zeigen Aussagen zu Zukunfts- und Demokratiethemen. Darunter stehen durchsichtige Röhren, in denen bunte Filzbälle die abgegebenen Stimmen für Zustimmung oder Ablehnung sichtbar machen.
Mit bunten Filzbällen wurden Meinungen zu Zukunfts- und Demokratiethemen sichtbar gemacht. Foto: @Katharina Zöttl

An einer zweiten Station konnten sich die Teilnehmenden zu verschiedenen Zukunfts- und Demokratiethemen positionieren. Diskutiert wurden unter anderem Fragen nach mehr Mitspracherecht für junge Menschen, strengeren staatlichen Regeln für Nachhaltigkeit oder dem Verhältnis von Klimaschutz und persönlichen Freiheiten. Die Abstimmung erfolgte mithilfe von Filzbällen, die in entsprechend gekennzeichnete Plexiglasröhren eingeworfen wurden. So wurden die unterschiedlichen Meinungsbilder direkt sichtbar und regten weitere Diskussionen an.

Die beiden Stationen stießen während des gesamten Festivals auf großes Interesse und wurden von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern genutzt. Auch Oberbürgermeister Schoch sowie mehrere Stadträtinnen und Stadträte beteiligten sich an den Aktionen. Durch den interaktiven Charakter entstand so oft ein Austausch zwischen den städtischen Abgeordneten und der Bürgerschaft.

Oberbürgermeister Christian Schoch steht gemeinsam mit Demokratie-leben!-Teamer Nicolas Hefele vor der Abstimmungsstation beim Zukunftsfest. Schoch überlegt, wo er sein Bällchen hineinwerfen soll.
Oberbürgermeister Christian Schoch beteiligte sich gemeinsam mit Nicolas Hefele an der Mitmachaktion. Foto: @Judith Waczek

Das Festival zeigte eindrucksvoll, wie wichtig offene Begegnungsräume für demokratischen Austausch und gesellschaftliche Beteiligung sind. Gerade interaktive Formate ermöglichen es, Menschen unterschiedlicher Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und demokratische Kultur aktiv erlebbar zu machen.

Das Zukunftsfest war der feierliche Teil des „Festivals der Zukünfte“, welches von der Gemeinwohl-Gesellschaft organisiert und von Demokratie leben mit gefördert wurde. Das Festival erstreckte sich über eine gesamte Woche, dort fand unter anderem ein Symposium mit mehren Perspektiven zum Thema Zukunft sowie diverse Angebote lokaler Vereine und Initiativen.

Unter dem Titel Miteinander Kempten gestalten gehört die Stadt Kempten zu zahlreichen Städten und Landkreisen, die im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! als Partnerschaft für Demokratie gefördert werden. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Kempten erhält jährlich 140.000 Euro zur Unterstützung von Projekten, die demokratisches Engagement fördern und die Gesellschaft zusammenbringen.

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