Fördermöglichkeiten

Möglichkeiten der Antragstellung

Wenn Sie eine Projektidee haben, die darauf abzielt Demokratie zu fördern, Vielfalt zu gestalten oder Extremismus vorzubeugen und Ihre Zielgruppe die Menschen in Kempten sind, können Sie für die Umsetzung Gelder aus den Mitteln des Aktions- und Initiativfonds beantragen. Sehr gerne berät und unterstützt Sie unsere Fachstelle bei der Verwirklichung Ihrer Projektidee.

Gemeinnützige Vereine und Organisationen, sowie Einzelpersonen, Initiativen und Bündnisse ohne eigene Rechtsform in Kooperation mit einem gemeinnützigen Träger können Mittel im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ beantragen.

Es können Projektgelder in Höhe von max. 5000 € beantragt werden. Folgende Posten werden übernommen:

 

• Honorar- und Personalkosten
• Reisekosten
• Raummieten
• Verpflegung im Rahmen von Veranstaltungen
• Arbeits- und Verbrauchsmaterialien
• Öffentlichkeitsarbeit

Grundsätzlich wird über die Förderung im Rahmen der quartärlich stattfindenden Sitzungen des Begleitausschusses entschieden. Im Falle von Kleinstprojekten bis zu einer Höhe von 1.000€ kann bei zeitlichem Druck auch das Amt für Integration gemeinsam mit der Koordinierungs- und Fachstelle eine Bewilligung erteilen.  

Sie bekommen vom Amt für Integration Bescheid, ob Ihre Projektidee angenommen wurde und finanziert wird.

Nach Abschluss des Projekts erstellen Sie einen Sachbericht, in dem Sie allgemeine Angaben zur Projektumsetzung und den erreichten Zielen machen. Diesen senden Sie zusammen mit der Belegliste, in der Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben auflisten, und den Einzelbelegen an das Amt für Integration.

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Bereits geförderte Projekte
Filmvorführung "Schwarze Adler"

Als Rahmenprogramm und gleichzeitig Abschluss der allgäuweiten Fachtagung “Rassismus, Rassismuskritik und Alltagsrassismus” an der Hochschule Kempten wurde der Film “Schwarze Adler” von Demokratie leben gefördert. Die Trägerschaft übernahm die Diakonie Kempten Allgäu.
Der Antirassismusfilm, welcher sich mit zahlreichen Erfahrungen schwarzer Fußballspieler*innen in der deutschen Nationalmannschaft auseinandersetzt, wurde in einer kostenlosen Vorstellung im Kemptener Kino “Colosseum” kostenfrei aufgeführt.
Im Anschluss an die sehr gut besuchte Vorführung fand eine Podiumsdiskussion mit zwei Kemptener Fußballspielern statt, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Rassismus im regionalen Amateurfußball mit den Zuschauer*innen teilten und deren Fragen beantworteten.

KEEP ON GOING - "MENSCHENWÜRDE Jetzt!"

Am 8. April 2022 feierte der künstlerische Dokumentarfilm “MENSCHENWÜRDE Jetzt!” Premiere. Hierzu luden die Videokünstlerin Veronika Dünßer-Yagci und die Kunstschule Kempten, die die Trägerschaft des Projektvorhabens übernahm, in die Kunstfabrik Kempten ein. Zahlreiche Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft folgten der Einladung. 

Der Film behandelt das Thema Menschenwürde aus der Perspektive von geflüchteten Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die heute überwiegend in Kempten leben. Im Anschluss an die Filmvorführung folgte eine umfangreiche Diskussion, an der auch einige der Protagonist*innen teilnahmen. 

Zusätzlich zur Vernissage wurde der Film mit vier Kemptener Schulklassen besprochen, die hierfür an zwei Vormittagen in die Kunstfabrik Kempten eingeladen wurden. In den Tagen nach der Vernissage konnte der Film darüber hinaus im Rahmen mehrerer offener Filmvorführungen angesehen werden. Nächste Filmvorführungen: 

24.09.22 Kempten Museum: zwischen 19.00 bis 24.00 Uhr: Kurzfassung (im Endlosloop) im Rahmen der Kunstnacht Kempten

08.10.22 Kulturzentrum Lolipop e.V Kempten: um 18:00 Uhr im Rahmen des Förderfreitag-Festivals

10.11.22 Haus International Kempten: um 19:30 Uhr im Rahmen des interkulturellen Herbst. 


 Der Trailer zum Film kann unter folgendem Link angesehen werden: hier 


Das Projekt KEEP ON GOING wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Kempten (Allgäu). Der Film „MENSCHENWÜRDE Jetzt!“ wurde gefördert durch „Demokratie leben!“. Die Projektträgerschaft hierfür hat die Kunstschule Kempten übernommen.

© Foto: Veronika Dünßer-Yagci

GRL PWR! Create your own! Stand together!

Eine Mädchengruppe des Sozialdienstes muslimischer Frauen in Kempten hat in mehreren Workshops ein Logo entworfen, welches die Vielfalt und die Selbstbestimmung muslimischer Frauen zum Ausdruck bringen möchte. Um die Botschaft in die Welt zu tragen wurde beschlossen, das Logo auf Hoodies zu drucken. Die jungen Frauen präsentierten ihre Idee der Jugendkommission in Kempten und konnten diese davon überzeugen,  ihr Vorhaben mit Mitteln aus dem Jugendfonds finanziell zu unterstützen. 

ACT NOW 22 - Theaterpädagogische Projekttage

An diesem Projekt, welches von dem Verein Creative Change e.V. durchgeführt wurde, nahmen vier Schulklassen von Kemptener Mittelschulen teil. Die theaterpädagogischen Projekttage, die sich u.a. mit den Themen (Cyper)Mobbing, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung befassten, fanden in der zweiten Februarwoche 2022 in der Kunstfabrik Kempten statt.  In Theaterszenen wurden unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen bis zum Höhepunkt eines Dilemmas   dargestellt, um anschließend gemeinsam mit den teilnehmenden Jugendlichen Handlungsstrategien für die Protagonist*innen zu diskutieren und zu entwickeln. In einem nächsten Schritt durften die Schüler*innen dann selbst in einer Theaterszene die zuvor diskutieren Handlungsstrategien erproben.  Ziel des Projekts war es, durch eine kreative Auseinandersetzung mit jungendtypischen und gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen zu einer Erweiterung des Handlungsrepertoires junger Menschen beizutragen sowie letztendlich demokratische Werte zu stärken.

“Ohne uns geht nix” - Bildungsreise nach München zum Weltfrauentag

Zum Internationalen Frauentag am 8. März hat sich der Sozialdienst muslimischer Frauen – SmF Kempten e.V. etwas ganz Besonderes ausgedacht: 32 starke Kemptnerinnen haben sich gemeinsam auf den Weg nach München gemacht, um ihr Frau Sein zu feiern und sich im Rahmen einer Stadtführung mit dem Thema “Frau sein – früher und heute” in vielfältiger Weise zu beschäftigen. Anschließend versammelte sich die Gruppe Kemptnerinnen zum Glockenspiel am Marienplatz mit vielen anderen Menschen an dem passend zum Weltfrauentag und dem Krieg in der Ukraine, Solidaritätsflaggen sowie die Europafahne gehisst waren. Mit Schildern und Sprüchen, auf denen “Respekt ist In!”, “Gleichberechtigung! Jetzt!” sowie “Für Frieden auf der Welt” stand, positionierten sich alle 32 Frauen und konnten so ihren Forderungen Ausdruck verleihen.

"Echt jetzt, dafür?" Filmprojekt mit und für Jugendliche zur Prävention sexualisierter Gewalt

Im Laufe dieses Projektes entstand ein Kurzfilm, der sexualisierte Gewalt in der Schule zum Thema hat. Den Inhalt erarbeiteten 7 junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren zusammen mit der Leiterin der Jugendtheatergruppe Bühnentaucher e.V. und der zuständigen Fachkraft für Prävention in der Fachberatungsstelle für Betroffene sexueller Gewalt “Frauennotruf” in Kempten, welcher gleichzeitig die Projektträgerschaft übernahm. Der Film soll zu Präventionszwecken in Schulklassen im Rahmen von Workshops an weiterführenden Schulen, z.B. als Einstieg in das Thema, gezeigt werden. Darüber hinaus soll der Film in der Elternarbeit sowie im Rahmen von Lehrer*innen Fortbildungen zum Einsatz kommen.

Die Jugendkommission (JuKo) Kempten stellt sich vor: #wirholenunsdieillerzurück

Die Jugendkommission will ein Konzept gemeinsam mit Jugendlichen, Verwaltung und Politik erarbeiten, wie die Treffpunkte an der Iller harmonisch genutzt werden können. Um das Projekt und die Arbeit der Jugendkommission vorzustellen, wurde ein Film für den eigenen Instagram Kanal produziert, welcher mit Mitteln aus dem Jugendfonds finanziert werden konnte. Der Film kann auf Instagram (@juko_kempten) oder dem Youtube Kanal der Stadt Kempten angesehen werden. 

Bürger*innenausstellung: Die ersten türkischen Gastarbeiter*innen in Kempten

Bei diesem Projekt, welches vom Dachverband Türkischer Vereine Kempten e.V. initiiert wurde, handelt es sich um eine  Bürger*innenausstellung, die im November 2021 im Foyer der Stadtverwaltung Kempten feierlich präsentiert wurde. 

Inhalt der Ausstellung sind mehrere Bild und Videodokumente, die die Geschichten der ersten, aus der Türkei vor 60 Jahren angeworbenen Gastarbeiter*innen erzählen. Auch zukünftig soll mit der Ausstellung für die Geschichte der Gastarbeiter*innen sensibilisiert und ihre Lebensleistung gewürdigt werden, indem sie als “Wanderausstellung” auch an weiteren Kemptner Orten ausgestellt werden soll. 

Von rosa Glitzer und Ponys, Transformen und Feuerwehr und der Frage, wie diskriminierungskritisch die Begleitung von Kindern sein kann und muss

Bei diesem Projekt, dessen Trägerschaft der gemeinnützige Kemptner Verein “Lolipop e.V.” übernahm, wurde die Erstellung einer Konzeption für ein niederschwelliges Angebot zu diskriminierungskritischer Bildung und Begleitung von Kindern gefördert. Das Konzept dient als Grundlage für die ab 2022 mehrmals jährlich stattfindenden “Diskriminierungssensiblen Elterntage”.

Ziel dieses Angebotes ist es, für die eigenen Verstrickungen in einer pluralen, von Differnzlinien geprägten Gesellschaft zu sensibilisieren. Die Anti-Bias-Trainerin Helena Wagner möchte mit dem Projekt ein Verständnis von Diskriminierung und Schieflagen in unserer Gesellschaft sowie die Reflexion der eigenen Verstrickungen darin vermitteln.

Auf Augenhöhe

Dieses kunsttherapeutisches Projekt, dessen Trägerschaft bei der Diakonie Kempten Allgäu lag, richtete sich an geflüchtete Menschen mit Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen. Im geschützten Rahmen eines Einzelgesprächs wurde mit den Betroffenen über ein konkretes Beispiel gesprochen, bei dem sie Opfer von Diskriminierung oder Rassismus geworden sind. Anschließend wurden die Geschichten verschriftlicht und an eine erfahrene Kunsttherapeutin weitergegeben. In einer Einzelkunsttherapie-Sitzung überlegte die betroffene Person gemeinsam mit der Kunsttherapeutin, wie sie die Erfahrung künstlerisch zum Ausdruck bringen könnte um so die damit verbundenen Gefühle transportieren zu können. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der allgäuweiten Fachtagung “Rassismus, Rassismuskritik, Alltagsrassismus” an der Hochschule Kempten ausgestellt und diskutiert.

Gehts noch? Es geht auch anders!

Der Verein Lollipop e.V. hat die Gruppe “Buntinade -Theater für Alle” mit der Konzeption eines Klassenzimmerstücks inklusive Workshop
beauftragt. Das Stück dient als Ausgangspunkt und Begleitinstrument um mit Schüler*innen eine Diskussion und Lerneffekte zum Thema Antidiskriminierung anzuregen. Es wurde so konzeptioniert, unterschiedliche Entwicklungsgrade von Klassen anzusprechen. So wird ab dem Jahr 2022 der Workshop kostengünstig an Kemptner Schulen unterschiedlichster Art angeboten. Die für die Schulen noch entstehenden Kosten sind so kalkuliert, dass sie sehr gut in ein Förderprogramm der örtlichen Sparkasse passen und der Workshop unkompliziert über diesen Fonds bezuschusst werden kann. Auf diesem Wege konnte ein neues Angebot für Kempten geschaffen werden, das hoffentlich über viele Jahre bestand haben wird. 

Eine kreative Werkstatt für die Zukunft unserer Bildung

In diesem Projekt führten die Kunstschule Kempten und der Tuteka e.V. eine Zukunftswerkstatt mit 12 Schüler*innen des Hildegardis-Gymnasiums durch. Die Ideen, welche die jungen Zukunftskünstler*innen für eine wünschenswerte Zukunft der Bildung entwickelten, flossen in eine umfangreiche, von Volkshochschule und Stadtbibliothek für ihren gemeinsamen Neubau initiierte Bürger*innenbeteiligung ein. Im September 2021 wurden die Ergebnisse in einem feierlichen Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert und auch einige der Teilnehmer*innen waren vor Ort, um ihre Wünsche für ein modernes Bildungszentrum gegenüber Politik und Bürgerschaft zu äußern.