Lesung und Gespräch mit Bürgermeister Ryyan Alshebl

14. November um 19:00 – 20:30

Ryyan Alshebl floh 2015 aus Syrien nach Deutschland. Nur wenige Jahre später wurde er in Baden-Württemberg zum Bürgermeister der Gemeinde Ostelsheim gewählt. In seinem Buch „Flucht nach vorn“ erzählt er von Flucht, Ankommen, Neuanfang und seinem Weg in die Kommunalverwaltung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie Menschen mit Migrationsgeschichte demokratische Prozesse mitgestalten und eigene Wege in gesellschaftliches, ehrenamtliches oder politisches Engagement finden können. Die Lesung gibt Einblicke in Ryyan Alshebls persönliche Geschichte; das anschließende moderierte Gespräch richtet den Blick besonders auf Beteiligung, Selbstwirksamkeit und kommunalpolitisches Engagement.

Welche Erfahrungen braucht es, um sich einzubringen? Welche Hürden stehen Menschen mit Migrationsgeschichte im Weg? Und was kann ermutigen, die eigene Stimme in Vereinen, Initiativen, Beiräten, Verwaltungen oder der Kommunalpolitik einzubringen?

Die Veranstaltung möchte Mut machen, demokratische Teilhabe als möglich und wirksam zu erleben. Sie lädt dazu ein, über Zugehörigkeit, Verantwortung und Mitgestaltung ins Gespräch zu kommen – und darüber, wie Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gemeinsam Demokratie vor Ort stärken können.

Ein Büchertisch einer Kemptener Buchhandlung ist vorgesehen.

Kostenlos Eintritt

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Kempten, 87439
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Heimat. Haltung. Tracht. – Wie Vereine Tradition und Demokratie leben

4. August um 19:00 – 20:30

Kurz vor der Allgäuer Festwoche in Kempten, rückt unsere Veranstaltung „Heimat. Haltung. Tracht.“ eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: Was bedeutet Heimat heute?

Zwischen Tradition, Brauchtum und gesellschaftlichem Wandel stehen Heimat- und Trachtenvereine heute vor neuen Fragen: Wie kann ein offener, demokratischer Heimatbegriff aussehen? Welche Haltung braucht es gegenüber extremistischen Vereinnahmungsversuchen? Und was bedeutet politische Neutralität speziell auch für Vereine?

Die Veranstaltung „Heimat. Haltung. Tracht. – Wie Vereine Tradition und Demokratie leben“ lädt zur Podiumsdiskussion ein. Es geht um Heimat, Identität, Demokratie und das für alle – für Vereine und alle, die Heimat nicht nur lieben, sondern gestalten wollen!

Auf dem Podium diskutieren u.A.:

  • Günter Frey (1. Landesvorsitzender des bayrischen Trachtenverbands)
  • Dr. Daniela Sandner (Bayrischer Landesverein für Heimatpflege e.v.)
  • Katharina Trenkle (Moderatorin und Projektleiterin „Tradition mit Zukunft)

„Heimat. Haltung. Tracht.“ ist eine Veranstaltung von Demokratie leben! Kempten und findet in Kooperation mit dem Projekt „Tradition mit Zukunft“ der Georg-von-Vollmar-Akademie statt, das vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert wird.

Anmeldung: Eine Anmeldung über die Seite der VHS ist nicht erforderlich, wird jedoch zur besseren Planung und um sich einen Platz zu sichern empfohlen. Anmeldung unter: www.vhs-kempten.de.

Kostenlos

Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie leben!

+49 160 4624512

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Große Beteiligung am Zukunftsfest

Am Donnerstag, den 14. Mai 2026, fand in der bigBOX ALLGÄU das „Zukunftsfest“ statt. Veranstaltet wurde das Festival vom Zukunftsbündnis Allgäu gemeinsam mit der Gemeinwohl Gesellschaft e.V. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Politik, Zivilgesellschaft und Stadtgesellschaft nutzten die Gelegenheit, um sich über Zukunftsfragen, Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe auszutauschen.

Auch „Demokratie leben!“ war mit einem interaktiven Stand vor Ort vertreten. Ziel war es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und einen niedrigschwelligen und respektvollen Austausch über politische und gesellschaftliche Themen anzuregen.

Mehrere Kinder stehen am Mitmachstand von „Demokratie leben!“ beim Zukunftsfest. Sie lesen die Aussagen auf den Abstimmungstafeln und werfen bunte Filzbälle in die Röhren, um ihre Meinung abzugeben.
Auch junge Besucherinnen und Besucher beteiligten sich an der Abstimmung gemeinsam mit DL-Teamerin Katharina Zöttl. Foto: @Silvan Hecht

Eine der beiden Mitmach-Stationen orientierte sich an politischen Thesen, ähnlich denen des Wahl-O-Mat. Anders als beim klassischen Format konnten die Besucherinnen und Besucher jedoch nicht nur zustimmen oder ablehnen, sondern ihre Reaktionen emotional einordnen. Die Antwortmöglichkeiten reichten von „Hilfe, das macht mir Angst!“ über „Buh, das ärgert mich!“ und „Yeah, das freut mich!“ bis hin zu „Hm, das macht mich traurig!“ oder „Hä, das überrascht mich!“. Dadurch entstanden viele Gespräche über politische Wahrnehmung, gesellschaftliche Debattenkultur und die zunehmende Emotionalisierung politischer Diskussionen. Die Station zeigt eindrucksvoll, wie Menschen gerade auch politische Forderungen oft emotional aufnehmen und einordnen.

Abstimmungsstation von „Demokratie leben!“ beim Zukunftsfest. Vier Plakate zeigen Aussagen zu Zukunfts- und Demokratiethemen. Darunter stehen durchsichtige Röhren, in denen bunte Filzbälle die abgegebenen Stimmen für Zustimmung oder Ablehnung sichtbar machen.
Mit bunten Filzbällen wurden Meinungen zu Zukunfts- und Demokratiethemen sichtbar gemacht. Foto: @Katharina Zöttl

An einer zweiten Station konnten sich die Teilnehmenden zu verschiedenen Zukunfts- und Demokratiethemen positionieren. Diskutiert wurden unter anderem Fragen nach mehr Mitspracherecht für junge Menschen, strengeren staatlichen Regeln für Nachhaltigkeit oder dem Verhältnis von Klimaschutz und persönlichen Freiheiten. Die Abstimmung erfolgte mithilfe von Filzbällen, die in entsprechend gekennzeichnete Plexiglasröhren eingeworfen wurden. So wurden die unterschiedlichen Meinungsbilder direkt sichtbar und regten weitere Diskussionen an.

Die beiden Stationen stießen während des gesamten Festivals auf großes Interesse und wurden von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern genutzt. Auch Oberbürgermeister Schoch sowie mehrere Stadträtinnen und Stadträte beteiligten sich an den Aktionen. Durch den interaktiven Charakter entstand so oft ein Austausch zwischen den städtischen Abgeordneten und der Bürgerschaft.

Oberbürgermeister Christian Schoch steht gemeinsam mit Demokratie-leben!-Teamer Nicolas Hefele vor der Abstimmungsstation beim Zukunftsfest. Schoch überlegt, wo er sein Bällchen hineinwerfen soll.
Oberbürgermeister Christian Schoch beteiligte sich gemeinsam mit Nicolas Hefele an der Mitmachaktion. Foto: @Judith Waczek

Das Festival zeigte eindrucksvoll, wie wichtig offene Begegnungsräume für demokratischen Austausch und gesellschaftliche Beteiligung sind. Gerade interaktive Formate ermöglichen es, Menschen unterschiedlicher Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und demokratische Kultur aktiv erlebbar zu machen.

Das Zukunftsfest war der feierliche Teil des „Festivals der Zukünfte“, welches von der Gemeinwohl-Gesellschaft organisiert und von Demokratie leben mit gefördert wurde. Das Festival erstreckte sich über eine gesamte Woche, dort fand unter anderem ein Symposium mit mehren Perspektiven zum Thema Zukunft sowie diverse Angebote lokaler Vereine und Initiativen.

Unter dem Titel Miteinander Kempten gestalten gehört die Stadt Kempten zu zahlreichen Städten und Landkreisen, die im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! als Partnerschaft für Demokratie gefördert werden. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Kempten erhält jährlich 140.000 Euro zur Unterstützung von Projekten, die demokratisches Engagement fördern und die Gesellschaft zusammenbringen.

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Gesprächsrunde: Connected Women – Starke Frauen, Starke Geschichten

12. März um 16:00 – 19:00 UTC+0

Demokratie leben! wir mit einem Mitmachstand zu Themen die Frauen in Kempten bewegen vor Ort sein. Unser Team freut sich über jede Beteiligung.

Möchtest du inspirierende Erfolgsgeschichten von zugewanderten Frauen aus Kempten hören? Dann sei dabei bei unserer Gesprächsrunde! Erfahre aus erster Hand, wie Mut, Durchhaltevermögen und Zuversicht diesen Frauen geholfen haben, hier anzukommen und ihren Weg zu gehen. Nutze die Gelegenheit, dich mit anderen Teilnehmerinnen auszutauschen, gegenseitige Unterstützung und neue Motivation für deine eigene Situation zu finden. Knüpfe wertvolle Kontakte, die dir helfen können, neue Chancen zu entdecken. Lass dich inspirieren und starte mit uns gemeinsam in eine vielversprechende Zukunft!

Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos und wir im Rahmen der Frauen Aktionstage angeboten.

Amt für Integration

0831 2525 5311

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Differenziert über den Nahostkonflikt sprechen – Vortrag an der VHS Kempten

Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen in der Volkshochschule Kempten zusammen, um sich im Rahmen des Vortrags „Differenziert über den Nahostkonflikt sprechen: Der Krieg zwischen Israel und der Hamas im historischen und politischen Kontext“ mit einem der derzeit an den stärksten polarisierten Themen auseinanderzusetzen.

Referent Dr. Sascha Ruppert-Karakas rechts im Bild zu Beginn des Vortrags
Dr. Sascha Ruppert-Karakas zu beginn seines Vortrages, Foto @Silvan Hecht

Der Politikwissenschaftler Dr. Sascha Ruppert-Karakas (LMU München) machte zu Beginn deutlich, dass der Abend keinen vollständigen Überblick über die gesamte Konfliktgeschichte leisten könne. Ziel sei vielmehr eine faktische Einordnung eines stark emotionalisierten Diskurses – mit dem Anspruch, politische Logiken zu verstehen, ohne Gewalt oder Akteure zu rechtfertigen. Der Vortrag bewegte sich dabei bewusst innerhalb einer liberal-demokratischen Perspektive, orientiert an Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Frage, warum undifferenziertes Sprechen über den Nahostkonflikt problematisch ist. Ruppert-Karakas zeigte auf, dass vereinfachende Narrative autoritären Akteuren nutzen, zivilgesellschaftliche Stimmen marginalisieren und den Konflikt zur Projektionsfläche innerdeutscher Auseinandersetzungen machen. Der Ruf nach „klaren Positionen“ greife dabei häufig zu kurz und blende die reale Komplexität aus.

Der Referent erklärt dem interessierten Publikum welche Narrative hinter dem Begriff Terrorhochburg stecken
Dr. Sascha Ruppert-Karakas erklärt dem interessierten Publikum, welche Narrative und Probleme hinter dem Begriff „Terrorhochburg“ stecken, Foto @Mariella Simnacher

Inhaltlich spannte der Vortrag einen Bogen vom historischen Kontext der Gewaltspiralen über die gescheiterten Oslo-Friedensverhandlungen bis hin zur Eskalation seit dem 7. Oktober 2023. Dabei wurde sowohl das von der Hamas verübte Massaker an der israelischen Zivilbevölkerung als auch die militärische Reaktion Israels und deren gravierende humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung in Gaza klar benannt und völkerrechtlich eingeordnet.

Besonders diskutiert wurde die scheinbare Unlösbarkeit des Konflikts. Ruppert-Karakas zeigte, wie sich auf beiden Seiten über Jahrzehnte hinweg Gewalt, Polarisierung und Dehumanisierung gegenseitig verstärkt haben – und welche Interessen autoritäre Akteure an der Fortführung dieses Zustands haben. Zugleich nahm er verbreitete Deutungsmuster kritisch in den Blick, etwa die Gleichsetzung Gazas mit Hamas oder vereinfachende Begriffe wie „Terrorhochburg“, die analytisch mehr verdecken als erklären.

In der anschließenden Fragerunde, die intensiv genutzt wurde, ging es nicht nur um den Konflikt vor Ort, sondern auch um die Situation in Deutschland: Wie kann hierzulande differenziert und würdevoll über Israel und Palästina gesprochen werden, ohne Antisemitismus, Rassismus oder Kollektivzuschreibungen zu reproduzieren? Die Diskussion zeigte deutlich das Bedürfnis nach Orientierung und nach einem Diskursraum jenseits von moralischer Zuspitzung.

Das Publikum mit Organisator Silvan Hecht und Referenten Sascha Ruppert-Karakas im Gespräch, wie würdevoll zu dem Thema gesprochen werden kann.
Das Publikum mit Organisator Silvan Hecht und Referenten Sascha Ruppert-Karakas im Gespräch, wie würdevoll zu dem Thema gesprochen werden kann, Foto @Mariella Simnacher

Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieben zahlreiche Teilnehmende noch vor Ort, um im persönlichen Austausch mit dem Referenten, dem Veranstalter und untereinander weiterzudiskutieren.

Organisiert und finanziert wurde der Vortrag von der Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ Kempten (Silvan Hecht) in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Kempten. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, gerade bei hochumstrittenen Themen Räume für differenzierten, respektvollen und informierten Austausch zu schaffen.

Unter dem Titel Miteinander Kempten gestalten gehört die Stadt Kempten zu zahlreichen Städten und Landkreisen, die im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! als Partnerschaft für Demokratie gefördert werden. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Kempten erhält jährlich 140.000 Euro zur Unterstützung von Projekten, die demokratisches Engagement fördern und die Gesellschaft zusammenbringen.

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Filmvorstellung und Filmgespräch: „linking history“

31. Januar um 18:30 – 21:00

linking history ist ein künstlerisch-interdisziplinärer Videodokumentarfilm von Veronika Dünßer‑Yagci. In persönlichen Zwiegesprächen treffen eine 2015 aus Syrien geflüchtete, inzwischen in Deutschland lebende Pflegefachfrau und Senior*innen aus Ost‑ und Westdeutschland aufeinander. Themen wie Kriegserfahrungen, Flucht, Ankommen und soziale Ungleichheiten werden generationenübergreifend verhandelt. In der Mitte des Films spricht Prof. Dr.  Gökçen Yüksel in einem Interviewgespräch insbesondere zu „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Eine zeitgenössische Tanzperformance der J&J Dance Company verwebt zentrale Gedanken und Gefühle der Gespräche mit Minimal‑Musik von Rupert Volz und überträgt sie als tänzerische Intervention in den urbanen Raum von Kempten, wobei kulturelle Grenzen bewusst aufgelöst werden. Ein Projekt von www.videokunst-allgaeu.de.

Zusätzlich wird an dem Abend eine kleine Ausstellung zum Film zu sehen sein und anschließend ein Filmgespräch mit Bildungswissenschaftlerin Veronika Reiser geführt.

Eintritt: „Pay as you can or think“

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Demokratie first – Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube

9. November 2025 um 18:00 – 21:00

Anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht berichtet der Holocaust-Überlebende Ernst Grube aus seinem Leben und spricht über seine Erfahrungen mit Verfolgung, Ausgrenzung und den Wert von Demokratie und Zivilcourage. Das Gespräch wird moderiert und bietet Raum für Fragen und Austausch.
Ziel der Veranstaltung ist es, Geschichte lebendig zu machen, zur Reflexion anzuregen und ein Zeichen gegen Antisemitismus und rechtsextreme Tendenzen zu setzen.

📣 Eine Veranstaltung von ver.di Bezirk Kempten in Kooperation mit dem Bündnis Mensch sein finanziert von Demokratie leben!.
Der Eintritt ist frei.

Einlass nur nach vorheriger Anmeldung und anschließender Bestätigung (wir haben eine begrenzte Anzahl an Plätzen)
Anmeldung unter: informationen.bz.kempten@verdi.de

Free Eintritt

ver.di Bezirk Kempten

0831 521880

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